Z-Match
(Theoretisch sollten die Bilder beim Draufklicken größer werden)Grundlagen
Man liest eigentlich relativ viel über Z-Matches im Internet. Fast alle Beiträge dazu sind positiv, warum also nicht einfach mal selber so ein Ding bauen?
Ich wäre jetzt nicht ich, wenn ich mit "selber bauen" nicht an "alles selber bauen" denken würde, also auch die Drehkos.
Aber vorweg mal zu den Grundlagen:
Die Schaltung sieht so aus:
Man benötigt also drei Drehkondensatoren von denen zwei auf der selben Welle sitzen.
Bei der Spule handelt es sich um eine Luftspule die relativ leicht selbst gefertigt werden kann, hier mal eine pdf-Datei als Bohrschablone:
spule.pdf
Als Trägermaterial wird Plexiglas empfohlen, ich habe für meinen Z-Match ein Rogers-Substrat verwendet da dies noch rumlag... Das Bewickeln der Spule war relativ einfach, da ich den 2mm CuL direkt von der Rolle auf die Spule gedreht habe.
Hier mal ein paar Bilder der Spule:
An den Abgriffpunkten habe ich den Lack abgekratzt und schonmal vorgelötet. An den Drahtenden wurden Lüster-Klemmen angelötet.
Die Drehkondensator-Teile sind Laserteile aus 0.5mm dickem Aluminium. Als Abstandshalter zwischen den Platten dienen Skiffy-Distanzen. Träger sind leider nur normale M5 Gewindestangen.
Verdrahtet wurde alles mit 1.5mm² Litze. Anschluss zum Funkgerät ist N-Norm und Anschluss für die Antennen sind Bananenbuchsen.
Der absolut geniale und raffinierte Feintrieb zur Verstellung der Drehkondensatoren besteht aus einer M6 Gewindestange, einer Skiffy-Rolle und einem O-Ring.
Fertig aufgebaut
Diese vielen Teile wurden dann in ein Gehäuse verfrachtet und mit professionellsten Mitteln dort befestigt. (Heißkleber)
Das sieht dann in etwa so aus:
Sollte in diesem Moment jemand wagen so etwas wie "Boa ist das ein Haufen zusammengebastelter Sondermüll" zu sagen: Ja, er hat recht.
Naja, mehr Möglichkeiten habe ich im Moment leider nicht. Sollte irgendjemand Fragen oder so zu meinem Z-Match haben kann er mir gerne eine Email schreiben.
Ansonsten gehts jetzt weiter zum Beweis, dass man mit dem Ding arbeiten kann:
Praxis
Wie funktioniert dieser Z-Match in der Praxis?
Hier mal meine Antennen"anlage":
- 2 x 17m 1.5mm² Litze in etwa 10m AGL und etwa 450m ASL
- ein Dipolschenkel komplett frei in der Luft
- ein Dipolschenkel entlang des Hausdaches, die letzten 4 Meter 90° abgeknickt
- Als Speiseleitung eine 450Ohm Wireman
Nun aber genug der Praxis, wie sieht die Anpassung aus, wenn man die Anlage "mal richtig vermisst"?
Dazu habe ich den miniVNA angeschlossen und das Programm mal wild drauflos messen lassen.
Hier mal die Bilder von den Messreihen für die entsprechenden Bänder, Angepasst wurde auf "irgend eine Frequenz" im Band:
Ich finde die Ergebnisse sind ganz ok und trotz der vielen Störungen die ich habe einigermaßen aussagekräftig.
Der SWR bleibt auf allen Bändern unter 1:1.2.
Mehr Details gibts zur Zeit nicht, ich hoffe ich konnte mit meinem Bericht und den vielen bunten Bildern ein wenig Lesestoff bieten. Wie oben schon gesagt: für Fragen einfach mailen oder so...
Ach ja, bevor ich es vergesse, abgekupfert habe ich das alles von VK5BR













